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Spürhunde

S-06 · Gelände und Boden

Spürhunde

Unsere Spürhundestaffel unter Leitung von Belinda Gereke sucht dort, wo Luftbilder keine eindeutige Aussage erlauben. Zwei einsatzfähige Hunde arbeiten im Feld, ein Junghund befindet sich in Ausbildung. Jeder Hund ist auf bestimmte Suchziele konditioniert und zeigt passiv durch Sitzen oder Liegen an.

Leistungsumfang

  • Havanna (Malinois): Borkenkäfer und Fallwild bei ASP
  • Dina (Deutscher Schäferhund): Borkenkäfer, Quarantäneschädlinge, Losung
  • Apex (Malinois): Junghund in Ausbildung auf Bohrmehl
  • Passive Anzeige durch Sitzen oder Liegen

Typische Einsätze

  • Bohrmehlsuche an Fichte
  • Fallwildsuche in ASP-Restriktionszonen
  • Losungssuche entlang von Transekten

Ergebnisse

  • Suchverlauf als GPS-Track
  • Fundprotokoll mit Fotos und Koordinaten
  • Probenübergabe an das Labor mit Begleitschein
Spürhunde 1
Spürhunde 2
Spürhunde 3

Methodik

So gehen wir bei dieser Leistung vor.

01Die Staffel arbeitet von der Feldstation Rhön bei Fulda aus. Belinda Gereke führt ihre Schäferhündin Dina, Havanna wird von einem zweiten Hundeführer der Staffel geführt. Der Junghund Apex begleitet Einsätze zur Gewöhnung und trainiert täglich an Bohrmehlproben. Eingesetzt wird er erst nach bestandener Leistungsprüfung.

02Jede Suche beginnt mit einer Einweisung zu Fläche, Wind und Suchziel. Gesucht wird gegen den Wind in Abschnitten von 30 bis 45 Minuten, danach folgt eine Pause. Ein GPS-Halsband zeichnet den Suchweg auf, sodass abgesuchte und ausgelassene Bereiche im Protokoll sichtbar sind. Jede Anzeige wird geprüft und mit Foto dokumentiert.

03Die Teams fahren wechselnde, oft gemietete Fahrzeuge mit Hundeboxen und ohne Beschriftung. Erkennbar sind sie am Einsatzblatt mit Einsatznummer hinter der Windschutzscheibe und am Einsatzausweis. In Restriktionszonen werden Fahrzeug, Ausrüstung und Hunde nach Vorgabe der Veterinärbehörde gereinigt und desinfiziert.

Qualität und Nachweise

  • Hundeführung mit Sachkunde nach § 11 TierSchG
  • Jährliche Leistungsprüfung jedes Hundes mit Blindproben
  • Suchweg jedes Einsatzes als GPS-Track dokumentiert
  • Desinfektionsprotokoll für Einsätze in Restriktionszonen

Rechtsgrundlagen und Genehmigungen

  • §Tierschutzgesetz und Tierschutz-Hundeverordnung
  • §Tiergesundheitsgesetz und Schweinepest-Verordnung bei Einsätzen in ASP-Restriktionszonen
  • §Bundeswaldgesetz § 14 und Landesjagdrecht, Abstimmung mit dem Jagdausübungsberechtigten

Deutschland EU Einsatz in Deutschland und der EU

Referenzen

2023 · 1.900 ha Restriktionszone

Landkreis, Ostdeutschland

Fallwildsuche mit Thermaldrohne und Spürhund über elf Wochen. 23 Wildschweinkadaver wurden gefunden und nach Vorgabe der Behörde geborgen.

2026 · 62 km Transekte

Untere Naturschutzbehörde, Rhön

Losungssuche nach Wildkatze und Luchs mit Dina. 74 Proben wurden gesichert, gekühlt und zur genetischen Analyse an ein Fachlabor übergeben.

Auftraggeber nennen wir auf Wunsch der Auftraggeber nicht namentlich.

Häufige Fragen

Wie lange kann ein Spürhund suchen?

Je nach Temperatur und Gelände 30 bis 45 Minuten am Stück, danach braucht der Hund eine Pause. Über 25 °C verlegen wir Einsätze in die Morgenstunden.

Wie werden Hunde bei der ASP-Fallwildsuche eingesetzt?

Die Hunde suchen Flächen ab, die mit der Wärmebilddrohne nicht einsehbar sind, etwa Dickungen. Sie zeigen den Fund an, ohne ihn zu berühren. Die Bergung erfolgt nach behördlicher Vorgabe.

Wie zuverlässig sind Borkenkäfer-Spürhunde?

In der Saison 2026 zeigten unsere Hunde auf 31 von 34 Verdachtsflächen befallene Fichten an, alle per Sichtprüfung bestätigt. Die Hunde legen jährlich Leistungsprüfungen ab.

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